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Udo Landbauer
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Udo Karl Landbauercite-ref-1[1] (* 12. April 1986 in Neunkirchen, Niederösterreich) ist ein rechtsextremercite-ref-2[2] österreichischer Politiker der Freiheitlichen Partei Österreichs. Seit dem 23. MĂ€rz 2023 ist er Landeshauptfrau-Stellvertreter in der Landesregierung Mikl-Leitner III und dort zustĂ€ndig fĂŒr Infrastruktur, Verkehr, Sport und Teil der EU-Agenden.cite-ref-3[3] Er ist Abgeordneter zum niederösterreichischen Landtag und fungiert dort als Klubobmann seiner Partei,cite-ref-4[4] seit 1. Juli 2019 ist er zudem Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]

Von 2011 bis 2018 war Landbauer Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Jugend Österreich und von 2010 bis 2018 Gemeindepolitiker in Wiener Neustadt. Bei der Landtagswahl in Niederösterreich 2018 sowie der Landtagswahl in Niederösterreich 2023 war er FPÖ-Spitzenkandidat. Infolge der AffĂ€re um die Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt legte er mit 1. Februar 2018 vorĂŒbergehend alle politischen Funktionen zurĂŒck und stellte kurzzeitig auch seine Parteimitgliedschaft ruhend.cite-ref-7[7]cite-ref-8[8] Seit dem 19. Juni 2021 ist er stellvertretender Bundesparteiobmann der FPÖ.cite-ref-orf3217993-9-0[9]

Contents

‱ Leben
‱ Weblinks

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Leben

Udo Landbauer wurde als Sohn eines österreichischen Vaters und einer iranischen Mutter geboren.cite-ref-kurier298-972-803-10-0[10] Sein Vater und sein Bruder sind ebenfalls in der FPÖ aktiv.cite-ref-11[11]

Er besuchte das MilitĂ€rrealgymnasium an der Theresianischen MilitĂ€rakademie in Wiener Neustadt und schloss dieses 2005 mit der Matura ab. Anschließend absolvierte er den PrĂ€senzdienst in Mautern an der Donau, Neusiedl am See und Wiener Neustadt. In den Jahren 2001 bis 2010 arbeitete er saisonal als Skilehrer bei einer Skischule am Semmering. Von 2006 bis 2010 studierte er Rechtswissenschaften an der UniversitĂ€t Wien, ohne einen Abschluss zu erlangen. Seit 2012 studiert er an der Johannes Kepler UniversitĂ€t in Linz. Seinen angefĂŒhrten „MA“ hat er ĂŒber eine Abschlussarbeit aus dem Jahr 2017 mit dem Titel Die WohnungsgemeinnĂŒtzigkeit in Österreich unter BerĂŒcksichtigung politischer EinflĂŒsse und Einflussnahmencite-ref-fhc2270580-12-0[12] an der FH Campus Wien erreicht, begutachtet von Andreas Schnider. Der Abschluss ist nicht mit einem vollwertigen, postgradualen Mastergrad auf UniversitĂ€tsniveau nach dem europĂ€ischen Bologna-Schema vergleichbar.

Von 2001 bis JĂ€nner 2018 war Landbauer Mitglied und zuletzt mehrere Jahre stellvertretender Obmann der rechtsextremencite-ref-13[13]cite-ref-rechtsextreme-szene-in-wien-und-wiener-neustadt-14-0[14] pennalen Burschenschaft Germania Wiener Neustadt.

Udo Landbauer lebt in Wiener Neustadt. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.cite-ref-15[15]

Politische TĂ€tigkeit

AnfÀnge beim Ring Freiheitlicher Jugend

Udo Landbauer kam im Alter von 14 Jahren zum Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) Niederösterreich, dessen Landesvorstand er ab 2003 angehörte. Von 2005 – im selben Jahr wurde er Mitglied des Landesparteivorstandes der FPÖ Niederösterreich – bis 2010 war Landbauer Landesobmann des RFJ Niederösterreich, 2010 wurde er zum Ehrenobmann ernannt. Von 2006 bis zu seiner Wahl zum geschĂ€ftsfĂŒhrenden Bundesobmann im Jahr 2011 war er GeneralsekretĂ€r des RFJ Österreich. Am 25. ordentlichen Bundesjugendtag des RFJ Österreich in Tulln an der Donau im MĂ€rz 2012 wurde er mit 98,7 Prozent der Delegiertenstimmen zum Bundesobmann gewĂ€hlt, damit auch Mitglied des FPÖ-Bundesparteivorstandes, und nach der dreijĂ€hrigen Funktionsperiode am 9. Mai 2015 wĂ€hrend des 26. ordentlichen Bundesjugendtages in dieser Funktion bestĂ€tigt. Im JĂ€nner 2018 folgte ihm Maximilian Krauss als RFJ-Vorsitzender.cite-ref-16[16] Ab 2009 war er auch Bezirksparteiobmann der FPÖ Wiener Neustadt.cite-ref-17[17]

TĂ€tigkeit fĂŒr völkisch-rechtsextreme Junge Patrioten

2010 unterstĂŒtzte Landbauer die Organisation „Junge Patrioten – Verein zur Erziehung zu politischer Verantwortung“, eine nach Auskunft des DÖW rechtsextreme Gruppe mit „völkisch-fundamentalistischer Orientierung“, die vor der Auflösung im Oktober 2011 die Zeitschrift gegenARGUMENTe publizierte (die Zeitschrift, die dem DÖW zufolge eindeutig in der „völkisch-traditionalistischen Ausformung des österreichischen Rechtsextremismus“ einzuordnen sei, erscheint seither im Aula-Verlag). In zwei mit seinem Konterfei versehenen Schreiben an Sympathisanten der „Jungen Patrioten“ warb Landbauer (um dem „zerstörerischen Zeitgeist entgegenzuwirken und vor allem junge Menschen wieder mit ihren Wurzeln vertraut zu machen“) um Spenden, darunter auch fĂŒr ein von der Gruppe 2010 herausgegebenes LiederbĂŒchlein fĂŒr unterwegs, das unter anderem mit Hohe Nacht der klaren Sterne ein in der Zeit des Nationalsozialismus propagiertes Weihnachtslied, mit Und wenn wir marschieren das Bundlied des Bundes Deutscher MĂ€del (BDM) und das rassistische Negeraufstand ist in Kuba enthielt. Laut dem an die „liebe Kameradin“ und „den lieben Kameraden“ gewandten Vorwort sollte das Liederbuch dazu dienen, „im Dienste unseres Volkstums und in Treue zu unserem Vaterland KrĂ€fte der Seele zu wecken und erneut zu binden“.cite-ref-profil-18-0[18]

Kommunalpolitiker in Wiener Neustadt und Landtagsabgeordneter (seit 2013)

Sein erstes politisches Mandat erhielt Landbauer als FPÖ-Kandidat nach der Gemeinderatswahl in Wiener Neustadt am 14. MĂ€rz 2010 mit der Position eines Stadtrates (Ressort: Verkehr und Stiftungen) im Stadtsenat. In den Jahren 2011 bis 2014 arbeitete er im „Klub der Wiener Freiheitlichen Landtagsabgeordneten und GemeinderĂ€te“ als politischer Referent des Klubobmannes. Nach der Landtagswahl in Niederösterreich 2013 wurde er Abgeordneter der FPÖ im Landtag von Niederösterreich (Mitglied der AusschĂŒsse fĂŒr Bildung, Europa, Soziales und Kultur) und wechselte in Wiener Neustadt aus dem Stadtsenat in den Gemeinderat, wo er ab 2015 Obmann des freiheitlichen Gemeinderatsklubs war. 2016 wurde er nach dem RĂŒcktritt von Markus Dock-Schnedlitz erneut Mitglied der Stadtregierung (Ressort: Sicherheit, Sport, Jugend und Markt), die Funktion des Klubobmannes wechselte zu BĂŒrgermeisterstellvertreter Michael Schnedlitz.cite-ref-19[19]

Am 21. Juli 2017 wurde Udo Landbauer mit 94 Prozent der Stimmen zum Obmann der freiheitlichen Bezirksorganisationen von Wiener Neustadt (Stadt) und Bezirk Wiener Neustadt gewÀhlt, die seither unter einem Dach zusammenarbeiten.cite-ref-20[20]

Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Niederösterreich 2018 und RĂŒckzug wegen Liederbuch-AffĂ€re

Zur Landtagswahl in Niederösterreich 2018 trat er als Spitzenkandidat der FPÖ an. Im Wahlkampf bezeichnete er im November 2017 in einer Presseaussendung die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) als „Moslem-Mama-Mikl,“ weil der niederösterreichische Bildungsplan fĂŒr KindergĂ€rten vorsehe, dass man „Feste und Feiertage aus verschiedenen Kulturen feiern“ mĂŒsse, was Landbauer als „Zwangsislamisierung“ betrachtet. Ein Vater habe sich bei ihm beschwert, dass sein Sohn auf TĂŒrkisch zĂ€hlen lerne. In einem anderen Kindergarten soll eine Mitarbeiterin einen Niqab getragen haben. Im weiteren Verlauf der Presseaussendung ist hingegen von einem „islamischen Kopftuch“ die Rede – ein KleidungsstĂŒck, das „ein fĂŒr allemal verboten“ gehöre. Nach Landbauer werde die Bevölkerung „von der Mikl-ÖVP mit diesem Multi-Kulti-Wahnsinn zwangsbeglĂŒckt“.cite-ref-kurier298-972-803-10-1[10]cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]

FĂŒnf Tage vor der Landtagswahl, am 23. JĂ€nner 2018, berichtete die Wiener Wochenzeitung Falter ĂŒber das 1997 in dritter Auflage erschienene Liederbuch der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt, das eine Reihe antisemitischer, rassistischer und im Verdacht der NS-WiederbetĂ€tigung nach dem Verbotsgesetz stehender Liedtexte enthĂ€lt.cite-ref-23[23] Eines der Lieder ruft wörtlich zur FortfĂŒhrung des Holocausts auf:

„Da trat in ihre Mitte der Jude Ben Gurion: Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million.“

–

Antisemitischer Text aus dem

Liederbuch der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt

:

Falter, 23. JĂ€nner 2018

Landbauer war von 2001 bis kurz vor der niederösterreichischen Landtagswahl im JĂ€nner 2018 Mitglied der pennalen Burschenschaft und war zuletzt bis 19. JĂ€nner 2018 deren stellvertretender Vorsitzender. Infolge der Berichterstattung auch in weiteren in- und auslĂ€ndischen Medien stellte er seine Mitgliedschaft zunĂ€chst „ruhend“, zeigte sich „schockiert“ ĂŒber diese Texte, die er als „widerwĂ€rtig“ bezeichnete, und bestritt, diese jemals in dem Liederbuch gesehen, gesungen und in der Burschenschaft jemals Fremdenfeindlichkeit oder Antisemitismus wahrgenommen zu haben.cite-ref-25[25] Kurz vor der Landtagswahl legte er seine Mitgliedschaft zurĂŒck; in einem ZiB2-Interview mit Armin Wolf am 24. JĂ€nner 2018 erklĂ€rte er: „Ich bin kein Mitglied der Burschenschaft.“cite-ref-26[26]

Landeshauptfrau Mikl-Leitner bezeichnete die VorwĂŒrfe zunĂ€chst als „schwer“ und „sehr ernst zu nehmen“, sie erwarte „nicht nur AufklĂ€rung, sondern auch eine klare Distanzierung“.cite-ref-27[27] RĂŒcktrittsaufforderungen vonseiten der SPÖ,cite-ref-28[28] der NEOS,cite-ref-29[29] der GrĂŒnen wie auch der IKGcite-ref-30[30] lehnte Landbauer ab und wurde darin auch von seiner Partei unterstĂŒtzt.cite-ref-31[31] Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) forderte fĂŒr die „Verantwortlichen des antisemitischen und rassistischen Liederbuchs die volle HĂ€rte des Gesetzes“, ging aber nicht auf Landbauer ein.cite-ref-32[32] BundesprĂ€sident Alexander Van der Bellen beurteilte die Texte nach Bekanntwerden als „verabscheuungswĂŒrdig“ und stellte fest, die Mitglieder der Germania stĂŒnden „jetzt im Verdacht der WiederbetĂ€tigung. Wer immer dafĂŒr verantwortlich ist, hat in der Politik nichts zu suchen.“cite-ref-33[33] Wenige Tage spĂ€ter forderte er Landbauer zum RĂŒcktritt auf, trete er nicht zurĂŒck, „dann hat die FPÖ ein Problem“.cite-ref-34[34] FĂŒr ihn liege die Grenze des politisch Tragbaren schon vor einer strafrechtlichen Verurteilung.cite-ref-35[35] Am 27. JĂ€nner erklĂ€rte Mikl-Leitner, nach der Wahl am 28. mit allen Parteien zusammenarbeiten zu wollen, schloss nun aber eine Zusammenarbeit mit Landbauer aus.cite-ref-36[36]

Bei der Landtagswahl blieb die FPÖ zwar hinter den Umfrageergebnissen (rund 20 Prozent) und dem von Landbauer genannten Wahlziel, den Stimmenanteil mindestens zu verdoppeln, um die SPÖ vom zweiten Platz zu verdrĂ€ngen,cite-ref-37[37] zurĂŒck, konnte aber mit einem Zuwachs von 8,21 Prozentpunkten gegenĂŒber der Landtagswahl 2013 auf 14,76 Prozent der Stimmen die Zahl ihrer Mandate von vier auf acht der 53 Sitze im Landtag von Niederösterreich verdoppeln.cite-ref-38[38] Mikl-Leitner bekrĂ€ftigte am Wahlabend: „Mit Udo Landbauer gibt es in der Landesregierung keine Zusammenarbeit“, hat aber, aufgrund der Zusammensetzung der niederösterreichischen Landesregierung als Proporz-System, in dem der FPÖ nun ein Regierungsmitglied und auch die Entscheidung darĂŒber zusteht, wen sie entsendet, nur begrenzte Möglichkeiten.cite-ref-39[39]

Am 1. Februar 2018 legte Landbauer alle politischen Funktionen zurĂŒck und stellte seine Mitgliedschaft in der FPÖ ruhend. Er nahm sein Landtagsmandat nicht an und trat als Stadtrat in Wiener Neustadt zurĂŒck.cite-ref-40[40]

Am 5. Februar 2018 wurde Landbauer laut einem Bericht des ORF Niederösterreich neben anderen, wie dem Wiener Landtagsabgeordneten Stefan Berger (FPÖ), der auch Mitglied der Burschenschaft Germania gewesen sein soll,cite-ref-41[41] von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt als Zeuge einvernommen und befragt. Zuvor waren vier VerdĂ€chtige einvernommen worden.cite-ref-42[42]

Tags darauf wurde bekannt gegeben, dass der FPÖ-Politiker Philipp Gerstenmayer Udo Landbauer als Stadtrat in Wiener Neustadt nachfolgen werde.cite-ref-43[43] Dieser wurde am 20. Februar 2018 zum Wiener NeustĂ€dter Stadtrat und damit zum Nachfolger Udo Landbauers gewĂ€hlt.cite-ref-44[44] Im Landtag folgte ihm Michael Schnedlitz nach.cite-ref-orf2898430-45-0[45]

Im Mai 2018 sagte FPÖ-GeneralsekretĂ€r Christian Hafenecker, er sei fĂŒr ein politisches Comeback Landbauers offen.cite-ref-46[46] Beim Landesparteitag der FPÖ Niederösterreich betonte Landbauer selbst, er werde, wenn sich die Möglichkeit bietet, weiter politisch aktiv sein.cite-ref-47[47] Auch der niederösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann und FPÖ-Klubobmann im Nationalrat, Walter Rosenkranz, war fĂŒr eine RĂŒckkehr Landbauers, eventuell als Klubobmann im Niederösterreichischen Landtag, wie er in einem Interview mit dem ORF Niederösterreich betonte.cite-ref-48[48]

Am 24. August 2018 stellte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt die Ermittlungen wegen der Liederbuch-AffĂ€re gegen die Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt ein. Landbauer wurde in dem Verfahren als Zeuge gefĂŒhrt.cite-ref-49[49]cite-ref-50[50] Am 25. August 2018 gab auch FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache bekannt, dass er fĂŒr eine RĂŒckkehr Landbauers sei. ÖVP und SPÖ waren dagegen, wie deren BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer bzw. GeneralsekretĂ€r (Max Lercher und Karl Nehammer) betonten.cite-ref-51[51]cite-ref-52[52] In einer Videobotschaft verkĂŒndete der fĂŒr Landbauer auf das Landtagsmandat nachgerĂŒckte Michael Schnedlitz, dass er auf sein Mandat sofort zugunsten von Landbauer verzichten wĂŒrde und dass er sich eine möglichst rasche RĂŒckkehr Landbauers wĂŒnsche.cite-ref-53[53]

RĂŒckkehr in den Landtag und Übernahme von FPÖ-FĂŒhrungsĂ€mtern (seit 2018)

Am 28. August 2018 wurde bekannt gegeben, dass Udo Landbauer mit 20. September 2018 als Landtagsabgeordneter und geschĂ€ftsfĂŒhrender Klubobmann der FPÖ im niederösterreichischen Landtag in die Politik zurĂŒckkehren und das Mandat von Michael Schnedlitz ĂŒbernehmen werde, wĂ€hrend FPÖ-Klubobmann Martin Huber im Amt bleibe.cite-ref-derstandard-at2000086243208-54-0[54]cite-ref-55[55] Diese Neuregelung wurde von den niederösterreichischen GrĂŒnen, insbesondere deren Landessprecherin Helga Krismer, scharf kritisiert.cite-ref-56[56]

Am 19. September 2018 wurde Udo Landbauer, neben Landesparteiobmann Walter Rosenkranz, zum geschĂ€ftsfĂŒhrenden Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich vom Landesparteivorstand gewĂ€hlt. Neuer LandesparteisekretĂ€r wurde der bisherige Wiener NeustĂ€dter FPÖ-Gemeindepolitiker, Landtagsabgeordnete und Landbauer-Vertraute Michael Schnedlitz, welcher wiederum Christian Hafenecker im Amt nachfolgte, der als FPÖ-GeneralsekretĂ€r in die Bundespartei wechselte.cite-ref-57[57] Am 20. September 2018 wurde er dann vom Niederösterreichischen Landtag, neben Klubobmann Martin Huber, zum geschĂ€ftsfĂŒhrenden Klubobmann seiner Partei gewĂ€hlt – teils unter heftigem Protest anderer Parteien und Organisationen.cite-ref-58[58]

Mit 1. Juli 2019 wurde er auch Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich. Er folgte damit Walter Rosenkranz nach, der auf Bundesebene Volksanwalt wurde.cite-ref-59[59] Nach Martin Hubers Suspendierung aus der Partei wurde Landbauer im Oktober 2019 Klubobmann der niederösterreichischen FPÖ.

Ende 2020 Ă€ußerte Landbauer in einem Zeitungsinterview im Hinblick auf die Ausbreitung des Coronavirus in Altenheimen: „Sterben gehört nun mal zum Leben dazu.“cite-ref-60[60]cite-ref-61[61]

Am 19. Juni 2021 wurde er zu einem der Stellvertreter von Bundesparteiobmann Herbert Kickl gewĂ€hlt.cite-ref-orf3217993-9-1[9]cite-ref-diepresse5996395-62-0[62] Am 26. Juni 2021 wurde er mit 94,59 Prozent der Delegiertenstimmen zum Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich gewĂ€hlt, nachdem er zuvor geschĂ€ftsfĂŒhrender Parteiobmann war.cite-ref-orf3110117-63-0[63]

Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Niederösterreich 2023

Bei der Landtagswahl in Niederösterreich 2023 war Landbauer erneut Spitzenkandidat der FPÖ. Zudem war er Spitzenkandidat der Partei im Landtagswahlkreis Wiener Neustadt.cite-ref-64[64] Mit einem Zugewinn von 9,4 Prozentpunkten kam die Partei auf ĂŒber 24 Prozent der Stimmen und ĂŒberholte somit die SPÖ. In der Landesregierung stellt die FPÖ somit drei Mitglieder statt bisher nur einem; die ÖVP verlor dort ebenso wie im Landtag die absolute Mehrheit.cite-ref-65[65] Landbauer erhielt 97.731 Vorzugsstimmen, was knapp 45 Prozent der FPÖ-WĂ€hler ausmachte – in absoluten Zahlen die zweitmeisten nach Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP, 148.119 Stimmen).cite-ref-66[66]cite-ref-67[67] Am 23. MĂ€rz folgte seine Wahl zum Landeshauptfrau-Stellvertreter durch den niederösterreichischen Landtag. Er ist der erste Stellvertreter eines niederösterreichischen Landesoberhauptes iranischer Abstammung. In der Landesregierung Mikl-Leitner III hĂ€lt er die ZustĂ€ndigkeiten fĂŒr Infrastruktur, Verkehr, und Sport sowie einen Teil der EU-Agenden.

Weblinks

Commons

: Udo Landbauer

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Kurzvorstellung auf PrĂ€sentation der Jungkandidaten zur Nationalratswahl. In: fpoe-wien.at, abgerufen am 19. August 2013
‱ Udo Landbauer – „der Mister 200 Prozent“. In: BezirksblĂ€tter St. Pölten, abgerufen am 19. August 2013
‱ Udo Landbauer auf der Website des Landtags von Niederösterreich
‱ Udo Landbauer auf www.meineabgeordneten.at
‱ Udo Landbauer auf der Website der Landesregierung

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Die Landtagswahlen am 29. JĂ€nner 2023 in Niederösterreich. Januar 2023, abgerufen am 21. August 2023.
cite-note-22. ↑ Julia Wenzel: Was die FPÖ Niederösterreich so radikal macht. 23. MĂ€rz 2023, abgerufen am 31. Januar 2024.
cite-note-33. ↑ noe ORF at/Agenturen red: ÖVP und FPÖ: Details zu Regierungspakt. 17. MĂ€rz 2023, abgerufen am 23. MĂ€rz 2023.
cite-note-44. ↑ Landbauer unter Protesten angelobt. 20. September 2018 (orf.at [abgerufen am 30. November 2018]).
cite-note-55. ↑ FPÖ NÖ: Walter Rosenkranz ĂŒbergibt an Udo Landbauer! Abgerufen am 28. Juni 2019.
cite-note-66. ↑ noe.ORF.at/Agenturen: Politik: Landbauer wird FPÖ-Landesparteiobmann. 28. Juni 2019, abgerufen am 28. Juni 2019.
cite-note-77. ↑ Landbauer legt alle Ämter nieder. In: news.ORF.at. 1. Februar 2018, abgerufen am 1. Februar 2018.
cite-note-88. ↑ Landbauer legt alle politischen Ämter zurĂŒck. In: noe.ORF.at. Abgerufen am 1. Februar 2018.
cite-note-orf3217993-99. ↑ Kickl mit 88,24 Prozent neuer FPÖ-Chef. In: ORF.at. 19. Juni 2021, abgerufen am 19. Juni 2021.
cite-note-kurier298-972-803-1010. ↑ „Moslem-Mama“: FPÖ-Mann hat selbst iranische Wurzeln. In: Kurier.at, 21. November 2017, abgerufen am 22. November 2017.
cite-note-1111. ↑ Udo Landbauer: Blauer Berufspolitiker mit Hang zur Kante. In: derstandard.at, 5. Dezember 2017.
cite-note-fhc2270580-1212. ↑ Publikationsdatenbank der FH Campus Wien, abgerufen am 22. JĂ€nner 2021.
cite-note-1313. ↑ Skandal um Nazi-Liedgut schlĂ€gt in Österreich hohe Wellen, Zeit Online vom 25. JĂ€nner 2018, abgerufen am 26. JĂ€nner 2018; Fall Landbauer: Kurz und Faßmann sollen handeln, derStandard.at vom 25. JĂ€nner 2018, abgerufen am 26. JĂ€nner 2018.
cite-note-rechtsextreme-szene-in-wien-und-wiener-neustadt-1414. ↑ Wer steckt hinter Neonazi-Homepage? In: orf.at, 8. November 2010.
cite-note-1515. ↑ Udo Landbauer, MA - Land Niederösterreich. Abgerufen am 27. Juni 2024.
cite-note-1616. ↑ Maximilian Krauss folgt Udo Landbauer als Bundesobmann der Freiheitlichen Jugend. FPÖ-Parlamentsklub (via APA-OTS), 13. JĂ€nner 2018.
cite-note-1717. ↑ Bezirksparteiobmann LAbg. StR Udo Landbauer. FPÖ Wiener Neustadt, abgerufen am 30. JĂ€nner 2018
cite-note-profil-1818. ↑ FPÖ-NÖ: Udo Landbauer warb fĂŒr Buch mit NS-Liedgut. In: profil, 24. JĂ€nner 2018.
cite-note-1919. ↑ Josef Kleinrath: Wiener Neustadt. Rochaden bei der FPÖ. In: NÖN Wiener Neustadt, 37/2016, 13. September 2016.
cite-note-2020. ↑ Udo Landbauer zum Bezirksparteiobmann gewĂ€hlt. In: WN24.at. Abgerufen am 23. Juli 2017.
cite-note-2121. ↑ FP-Landbauer: ÖVP Moslem-Mama-Mikl gibt offiziellen Islamisierungsauftrag fĂŒr unsere Kleinsten! OTS-Meldung vom 19. November 2017, abgerufen am 22. November 2017.
cite-note-2222. ↑ Niederösterreichs FPÖ-Spitzenkandidat kritisiert „Moslem-Mama-Mikl“. In: Die Presse. 20. November 2017, abgerufen am 1. Dezember 2017.
cite-note-2323. ↑ Nina Horaczek: „Wir schaffen die siebte Million“ – Die Burschenschaft des FPÖ-Spitzenkandidaten Udo Landbauer treibt ihre „SpĂ€ĂŸe“ ĂŒber die Schoah. In: Falter 04/18 vom 23. JĂ€nner 2018.
cite-note-241. Falter, 23. JĂ€nner 2018
cite-note-2525. ↑ Landbauer stellt „Germania“-Mitgliedschaft ruhend. In: Die Presse, 23. JĂ€nner 2018.
cite-note-2626. ↑ Transkript: Udo Landbauer (FPÖ) bei Armin Wolf in der ZIB2. In: neuwal.com. 24. Januar 2018, abgerufen am 22. Januar 2021.
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